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Spezialtherapien

Tiergestützte Therapie

Was ist Tiergestützte Therapie?

Wofür ist Tiergestützte Therapie zuständig?
Mit speziell ausgebildeten Tieren Beziehung, Entwicklung und Wohlbefinden fördern
Ist Tiergestützte Therapie gesetzlich geregelt?
Kein eigener gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf. Angeboten von Fachkräften mit einschlägigem Grundberuf (z.B. Pflege, Ergo-, Physio- oder Psychotherapie, Psychologie, Soziale Arbeit oder Pädagogik) und tiergestützter Zusatzausbildung. Nicht zu verwechseln mit der Hippotherapie (Physiotherapie).
Behandelt Tiergestützte Therapie Krankheiten?
Nein, keine eigenständige Heilbehandlung. Wird begleitend eingesetzt.

Die tiergestützte Therapie bezieht speziell ausgebildete Tiere – häufig Hunde, Pferde oder andere – gezielt in die Begleitung ein. Der Kontakt zum Tier senkt Anspannung, schafft Beziehung und Motivation und eröffnet einen Zugang, der über Sprache allein oft schwer erreichbar ist.

Angeboten wird sie von Fachkräften mit einer einschlägigen Grundausbildung und einer zusätzlichen tiergestützten Qualifikation. Die Grundberufe sind breit gefächert: von der Gesundheits- und Krankenpflege, Ergo-, Physio- und Psychotherapie über Psychologie bis zu Sozialer Arbeit, Sozial- und Heilpädagogik. Je nach Grundberuf steht dabei eher die therapeutische Behandlung, die Förderung oder die pädagogische Begleitung im Vordergrund – es ist also nicht nur ein Angebot aus der Pädagogik.

Eingesetzt wird sie begleitend, etwa bei Kindern, Menschen mit Behinderung, im Autismus-Spektrum, bei Demenz, Einsamkeit und in der psychosozialen Arbeit.

In Österreich ist die tiergestützte Therapie kein eigener gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf; sie ergänzt die Arbeit des jeweiligen Grundberufs. Davon zu unterscheiden ist die Hippotherapie, eine ärztlich verordnete physiotherapeutische Behandlung auf dem Pferd.

Was erlaubt ist

  • Über den Kontakt zum Tier Beziehung, Motivation und Sicherheit fördern
  • Anspannung senken und einen nonverbalen Zugang eröffnen
  • Entwicklung, soziale und emotionale Fähigkeiten begleitend unterstützen
  • Aus unterschiedlichen Grundberufen heraus therapeutisch, fördernd oder pädagogisch wirken

Wo sind die Grenzen?

  • Keine Diagnose und keine eigenständige Behandlung von Erkrankungen
  • Kein Ersatz für Psychotherapie, Medizin oder Physiotherapie
  • Nur mit geeigneten, gesundheitlich kontrollierten und ausgebildeten Tieren

Woran du Qualität erkennst

  • Einschlägiger Grundberuf plus tiergestützte Zusatzausbildung
  • Nachweislich geeignete, geprüfte und gut versorgte Tiere
  • Klares Ziel statt reinem Tierkontakt
  • Verschwiegenheit und Sicherheit für Mensch und Tier

So läuft es ab

  1. ErstgesprächAnliegen klären, Eignung und Setting festlegen
  2. Begleitungangeleiteter Kontakt und gemeinsame Übungen mit dem Tier
  3. ReflexionErlebtes besprechen und in den Alltag übertragen

Kosten & Kasse

In Einrichtungen (Klinik, Förderung, Geriatrie)meist Teil der Versorgung
Freie PraxisPrivatleistung, keine Kassenfinanzierung
Richtwert freie Praxisca. 60 bis 110 € pro Einheit
Stand 07/2026 · Quellen und Prüfung

Quellen

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